Dann finanziert die Bank nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die Kaufnebenkosten mit. Eigenkapital ist bei einer vermieteten Wohnung kein Muss, sondern ein Hebel, den du einsetzen kannst, aber nicht musst.
Guck mal, bei einer Kapitalanlage zahlt nicht nur dein Gehalt die Rate. Die Miete zahlt einen großen Teil, und der Staat beteiligt sich über die Steuer. Genau deshalb schauen Banken bei vermieteten Wohnungen anders hin als beim Eigenheim.
Was die Bank wirklich sehen will:
- ein sicheres, regelmäßiges Einkommen (meist unbefristet angestellt, Probezeit vorbei)
- eine saubere Schufa
- eine Haushaltsrechnung, die auch ohne Mieteinnahme nicht kippt
- ein Objekt, das die Bank selbst für werthaltig hält
Der ehrliche Haken: Ohne Eigenkapital ist der Zins meist etwas höher, und die Rate auch. Deshalb muss die Rechnung von Anfang an stimmen. Ich rechne dir das vorher durch, mit echten Zahlen und nicht mit Prospekt-Werten.
Und im Endeffekt ist es genau das, was viele überrascht: Das Geld, das du nicht hast, ist oft gar nicht das Problem. Das Problem ist, dass dir das vorher keiner gesagt hat.
